Text: Fredy Riner
Hallihallo, da wären wir wieder! Die Tourensaison hat angefangen.
Nachdem schon an Ostern die Schneeschmelze in den niederen Lagen angefangen hatte, war es höchst unsicher, wie viel davon noch übrig bleiben würde. Regen war auch nicht in Sicht. So war es sehr ungewiss, auf welchem Bach wir landen würden und ob zur Not einfach vor der Haustür gepaddelt würde.
Das Glück hat uns in Hans’es Heimat verschlagen, das Entlebuch! Die Kleine Emme wollte sich doch noch nicht ganz trocken legen und hat sich über Nacht aus der Sinusschwingung in eine wacklige Horizontale begeben. So war der Entscheid klar, wenn die Kleine Emme schon mal Wasser hat an einem Sonntag, dann sollten wir auch dorthin.
Tristan, Christian d.M., Walter und der Tourenleiter (der netterweise auch diesen Bericht verfasste) waren die (leider spärliche) Crew für diese viel Spass versprechende Mission. Entweder kurzfristig krank oder alles andere verplant (wie kann man nur!).
Aber das gab unserer Motiviation natürlich keinen Dämpfer. Bei schönen 20m3 und etwas Nieselregen genossen wir 2 Stunden und 41 Minuten auf der Kleinen Emme. Die Strecke könnte man mit Boatercross-Allüren auch in einer Stunde erledigen, aber das zeigt, wieviel Spass es auf diesem Bach gibt: Unmengen an Surf- und Spielwellen, coole Kehrwasser zum Unterschneiden üben (alle waren übrigens mit Flachhecklern unterwegs) und trickreiche Traversen. Sogar ein Booftraining haben wir eingebaut und sind extra etwas hochgelaufen um uns zwei Meter runter zu stürzen. Es muss ja einen Grund gegeben haben, dass genau dort ein Wehr (und dazu noch ein ungefährliches) hingebaut wurde. Wenn nicht fürs Booftraining dann weiss ich auch nicht warum.
Es gab natürlich auch Gefahren. Was das Aaremonster auf unserem Hausbach, ist das Bermuda-Dreieck auf der Kleinen Emme. Da versinken ganze Hochseedampfer mitsamt der Mannschaft. Auch wir wurden nicht davon verschont und es gab einen Schwimmer. Ehrlicherweise müssen wir aber zugeben, dass wir es schon drauf angelegt hatten. Nach dem zehnten Mal wurde es dem Strudel einfach zuviel und er hat sich einen von uns gepackt, bis auf den Grund runtergesaugt und ihn am anderen Ende der Welt wieder rausgespuckt. (etwas Kajaker-Latein muss auch sein, hehe 😉 )
Unser Opfer hat es aber sportlich genommen und wir sind weitergepaddelt als wär nichts geschehen (dudelidudelidummm).
Tja, das wars!
Bis zur nächsten Tour. Lasst sie euch nicht entgehen!!