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Simme / Saane Weekend 13.-14.06.2026

Tag 1 Die Simme
Strecke: Sägewerk Boltigen – Heideweidli – Weissenburg
Wasserstand: 7m3/s
Treffpunkt am Clubhaus Samstagmorgen um 8:00 Uhr zum Boote laden. Wir trudeln gegen 7:50 Uhr ein und es sind schon fast alle da. Wie üblich, weiss jeder was er zu tun hat. Ausrüstung richten, Boote aus dem Schlafplatz holen und alles in und auf den Autos verstauen. Und so machen sich die ca. 20 Teilnehmer auf den Weg.
Abfahrt ist gegen 8:20 Uhr. Vor uns liegen etwa 160km und gute zwei Stunden Fahrt. Am Ankunftsort, der Simmelodge im Berner Oberland wird erst mal alles, was wir nicht zum Paddeln brauchen in die Lodge gebracht. Insbesondere der Kühlschrank wird gut gefüllt.
Nach einer kurzen Absprache entschieden wir uns, trotz des eher tiefen Wasserstands für die Befahrung der Simme. Zur Auswahl standen noch die Saane, oder die schwarze Lütschine. Also wieder alle auf die Autos verteilen, ein Auto zum Ausstiegsort und ab zum Einstiegsort.
Das Wetter ist traumhaft und die Landschaft bei diesem Wetter sagenhaft.
Dann die übliche Gruppeneinteilung, wer fährt mit wem und wieso. Hier hat sich unser Punktesystem bewährt, so werden schnell ausgeglichene Gruppen gebildet (ja, das Alter spielt natürlich auch eine Rolle, die Jugend fährt auch gerne unter sich). Dann fahren wir in unseren Gruppen los.
Immer wieder gibt es Stellen, an denen die drei Gruppen aufeinandertreffen und es plötzlich lebhaft und turbulent wird. Natürlich will dann jede und jeder zeigen, was im Boot steckt. So auch am sogenannten Schneck: Dort drehen sich die Boote verspielt im Kreis, das Wasser wirbelt und es entsteht fast schon eine kleine Bühne für elegante, oder weniger elegante Fahrmanöver. Danach geht es weiter durch einen stellenweise ruppigen, steinigen Bach, der volle Aufmerksamkeit verlangt, aber gerade deshalb umso mehr Spass macht. Mit guter Laune und wachsender Vorfreude paddeln wir die erste Hälfte bis zum Heideweidli. Auch dort wartet mit einer Schlüsselstelle noch einmal ein spannender Abschnitt, der bei diesem Wasserstand jedoch von allen Teilnehmenden souverän gemeistert wird.
Kurz vor dem Ausstieg schlagen dann Übermut und müde Arme unbarmherzig zu. Die unzähligen Steine bei diesem niedrigen Wasserstand haben ohnehin schon eine magische Anziehungskraft, und an einem bleibe ich schliesslich prompt hängen. Das Boot kippt. Eigentlich kein Problem: Eskimorolle ansetzen und wieder hoch. Die Theorie ist simpel, die Praxis bei 7m³/s allerdings schmerzhaft. Denn wo kein Wasser ist, ist auch kein Platz für Körper, Paddel und eine saubere Rolle – stattdessen taste ich mit Helm und Schultern den steinigen Grund der Simme ab. Nach diversen, eher unsanften Felskontakten unter Wasser akzeptiere ich mein Schicksal, ziehe die Spritzdecke und trete den Notausstieg an. Damit greift das ungeschriebene Wildwasser-Gesetz: Wer schwimmt, schreibt den Bericht! Tatsächlich dauert es noch eine gefühlte Ewigkeit und ein paar kalte Schwimmzüge, bis mein Boot geborgen am Ufer liegt und ich mich leicht zähneknirschend wieder in den Sitz quetschen darf.
Eine Gruppe entscheidet sich noch einen zweiten Lauf vom Heideweidli bis Weissenburg. Eine andere Gruppe geniesst die Zeit an der Lodge.

 

Znacht assen wir Hörndli mit Gehacktes mit etwas mehr Fleisch als Hörndli da „anonym“ doppelt eingekauft hatte. 

Am nächsten Tag gingen wir auf die Saane. Alles gepackt fuhren wir über den Saanenmöser in der Hoffnung auf mehr Wasser. Auch wenn diese Hoffnung unerfüllt blieb war die Fahrt spassig. Ein Ball der in der Saane trieb hielt uns auf bei Niedrigwasser bei Laune. Das Saanen-S haben wir alle gut gemeistert, auch die weniger Erfahrenen. Beim Camping unten waren wir dann aber alle auch erschöpft und ready zum heimfahren. Zufrieden haben noch einige eine Kaffeepause beim Schwimmbad gemacht.

Eine Heimfahrt ohne Stau und ein gemeinsames Aufräumen im Clubhaus rundeten das Wochenende ab.