Das Wochenende vom 9. Und 10. Januar 2016 liess Flüsse anschwellen. Daniel und Christoph nutzten die Gelegenheit, wieder einmal eine Tour aus dem Etzgerbach von unterhalb Gansingen bis in den Rhein zu machen bei rund 4 Kubimeter Wasser pro Sekunde. Und weils so schön war, fuhren die beiden die Strecke gleich zweimal. Am Sonntag stand die Glatt auf das Programm, weil sie im Unterlauf rund 14 Kubikmeter Wasser führte. Das erste Wehr der Glatt ist gleich nach dem Fussballplatz Glattfelden.

Hier am besten auf der Zunge in der Mitte zu fahren. Mit Vorteil lenkt man das Boot auf der Zunge ins Kehrwasser nach rechts, sonst geht man allenfalls in der Verschneidung in der Mitte auf Tauchstation.
Die Glatt beginnt am Greifensee und mündet bei Rheinsfelden in den Rhein. Über weite Strecken wurde die Glatt begradigt und reguliert.

Die nordöstlichen Ausläufer der Stadt Zürich passierend, wird der Flusslauf stark von der sich ausweitenden Agglomeration bedrängt. Zur Mündung in den Rhein hin wird der Flusslauf immer steiler. Schon seit 1822 wird der Fluss bei Rheinsfelden kurz vor der Mündung durch einen 90 Meter langen Stollen direkter zum Rhein geleitet, um Überschwemmungen des Orts zu vermeiden. Für den Bau des Kraftwerks Eglisau-Glattfelden musste die Mündung erneut verlegt werden und ein neuer Stollen wurde 1916 gebaut.

Seit 1916 wird der Fluss durch einen 261 Meter langen Tunnel geführt, der direkt ins Unterwasser des Kraftwerks mündet.
Daniel Erdin (Fotos) und Hans Rüssli