Winterpaddeln heisst, sich gut vorzubereiten und immer schön beieinander bleiben. Die Bekleidung muss so gewählt werden, dass die Körperwärme auch bei einer Kenterung möglichst lange erhalten bleibt. Verunfallte Personen sind schnell an Land zu bringen und auch dort vor Kälte zu schützen. Denn sinkt erst die Körpertemperatur, erlischt erst die Vitalität und in der Folge sinkt das Urteilsvermögen drastisch. Weil dies ernsthafte Folgen haben kann, sollte dies jeder Person klar sein. Motivation für das Winterpaddeln: Es ist nicht nur wegen der Erderwärmung, dass man immer mehr Paddlerinnen und Paddler auch im Winter auf dem Wasser sieht. Einige Gründe für das Winterpaddeln sind. Wettkämpfende Paddlerinnen und Paddler überwinden sich aus Trainingsgründen auch bei kühlen Temperaturen zum paddeln. Ambitionierte Athletinnen und Athleten müssen das ganze Jahr trainieren. Unsere Männer bestritten 2015 einige Rennen und Martin erreichte auch vordere Ränge. Obwohl die Männer grosse Leistungen erbrachten, war für sie das Jahr jedoch eher suboptimal. Sabine paddelt rund um das Jahr und die Früchte davon sind im separaten Bericht ersichtlich. Vorbereiten auf ein Abenteuer: Einige der Paddlerinnen und Paddler, welche sich für die Seekajaktour vom 7. bis 21. April 2016 in Kroatien anmeldeten und im April fit sein wollen, trainieren auch im Winter. Sie machen dies zwischen Schinznach und Wildegg, vom Clubhaus aus, im Aareschlüchtli in Brugg und auf dem Halwylersee. Am 5. Dezember 2015 fand die Chlausfahrt statt: 18 „winterharte“ Personen paddelten bei feuchtkaltem Wetter die von Marius organisierte „Chlausfahrt“ von der Badi Brugg zum Clubhaus in Lauffohr. Gestartet wurde bei völliger Dunkelheit um 17:00. Einige hatten Stirnlampen am Helm. Beim Einwassern war das sehr nützlich, aber auf dem Wasser wurden sie nicht mehr gebraucht weil die „Lichtverschmutzung“ so hoch ist, dass selbst im Schlüchtli durch die Stadt Brugg genug Kunstlicht auf das Wasser fällt. Die Strömung war knapp sicht- und natürlich spürbar. Gepaddelt wurde mit Respekt und der notwendigen Vorsicht. Obwohl die Strudel, Walzen und Pilze an den Booten zerrten, sie hoben und rumdrückten gab es keine Kenterungen, weil rechtzeitig gestützt wurde. Allen hat es gefallen, unter dem klaren Sternenhimmel zu paddeln. Einigen so gut, dass diese das „Nachtpaddeln“ eine Woche später wiederholten. Weil die ganze Sache im Dunklen stattfand, gibt es keine Bilder davon.
Eskimo-Reussfahrt stand unter dem Motto: The King is going out.

Wie alljährlich hat der „Kanuclub Tegelbach“ aus Frauenfeld TG die Eskimofahrt von Bremgarten nach Mellingen sehr gut organisiert. Am 3. Januar 2016 paddelten dies 77 Personen aus verschiedenen Clubs von Bremgarten bis Mellingen auf der Reuss. 11 aufgestellte, unverfrorene Kanutinnen und Kanuten vom Kanuclub Brugg trafen sich kurz vor 9:00 Uhr im Clubhaus, beluden den Anhänger mit zwei SUP (Stand up Paddeling), Kajaks sowie Paddel und fuhren zum Pontonierplatz nach Bremgarten.
Herzlichen Dank an Patrick, dass er mit seinem Auto den Anhänger zog und an die Fahrenden der beiden weiteren Autos.

Obwohl es in Bremgarten schnell gehen musste – das heisst für die welche ein Auto verstellen mussten – bekam jede Person einen Teil vom Dreikönigskuchen. Marc wurde unser König.

Hans befestigte die Krone mit zweiseitig leimendem Klebband gleich an seinem Helm. Jenen Kollegen, welche 2015 auf der Schweden-Seakajaktour waren, kam als Erinnerung das Erlebnis in Stockholm in den Sinn. Erst warteten wir beinahe ¾ Stunden auf den Bus, mit dem wir genau zwei Stationen weit kamen und schon wieder aussteigen mussten. Als wir uns leicht frustriert erkundeten wieso und warum, klärte uns die Busfahrerin auf: „The King is going out“. Das heisst der König verliess den Palast und deswegen wurden einfach die Strassen gesperrt.

Bei angenehmen 6°C zogen wir uns um, schrieben uns ein und bezahlen pro Person 10 Franken Teilnahmegebühr. Die Autos wurden nach Mellingen gestellt und die Fahrerinnen und Fahrer per Shuttlebus der Organisatoren zurückgebracht. Kurz nach 11 Uhr starteten wir. Nach der Hälfte der Strecke gab es in Fischbach-Göslikon eine Kürbissuppe, Tee, Weihnachtsguetzli und Schokolade zum sich stärken und ein Lagerfeuer um sich aufzuwärmen.

Es wurden zwar mindestens zwei gekenterte Boote beobachtet, aber nicht aus unserem Superclub KcBr. Hans ahnte das im Voraus und so beschlossen wir beide den Bericht gemeinsam zu verfassen. Hans Rüssli und Ruedi Brandenberg

Nach der Zwischenverpflegung in Fischbach-Göslikon geht es wieder los.