Am 27. August wagten sich unter der Leitung von Sarah Regula, Päddy, sein Sohn Nick und sein Kollege Stefan, Andres, Roman und Hans durch die 17 Kilometer der Taubengiessen. Zuerst gibts etwas Wissen: Das Naturschutzgebiet «Taubergießen» ist eines der letzten Paradiese in Deutschland. Zahlreiche vom Aussterben bedrohte Tiere und Pflanzen haben hier ihre Heimat. Entstanden ist das von Vogesen und Schwarzwald eingeschlossene Gebiet, als der Weg des Rheins nicht mehr zur Rhône und somit ins Mittelmeer führte, sondern sich bei Basel seinen Weg nach Norden bahnte. Da der Taunus im Norden noch ein unüberwindbares Hindernis bildete, entstand in der heutigen oberrheinischen Tiefebene ein riesiger See, der, als der Rhein den Weg durch den Taunus geebnet hatte, wieder abfloss. Die entstandene Ebene benutzte der Rhein fortan als Flussbett und schuf somit eine kilometerbreite Stromauenlandschaft. Durch die Gletscherschmelze in den Alpen und die Wassermassen, die aus den verschiedenen Zuflüssen in den Rhein strömten, kam es in der Oberrheinebene immer wieder zu verheerenden Überschwemmungen, die das Leben in dieser Region bedrohten. Durch die vom badischen Ingenieur Tulla durchgeführte Rheinbegradigung (Beginn 1818) wurde diesem Problem Abhilfe geschaffen, doch neue Katastrophen folgten. Durch den beschleunigten Abfluss des Rheinwassers senkte sich der Grundwasserspiegel ab, was zur Versteppung der Gegend führte. Viele Tier- und Pflanzenarten starben aus, der Fischreichtum verschwand für immer. Auch die zweite Rheinkorrektur in unserem Jahrhundert führte zu einem weiteren Absinken des Wasserspiegels. Nur durch die Schlingenlösung konnten solche Gebiete wie Taubergießen gerettet werden. Und ab jetzt gibt es nur noch Bilder. Bilder Hans und Regula
